Die Bienen sterben massenhaft – aber warum eigentlich?

Natur & Tier🌳

Wie sehr wir Menschen von den Bienen abhängig sind ist eindeutig. Bienen sind nicht nur schöne Lebewesen, die uns mit Honig versorgen, sie haben auch eine sehr wichtige Aufgabe für unser Ökosystem. Sie sind nämlich in erheblichem Maße für den Erhalt und die Fortpflanzung der Pflanzenwelt verantwortlich. Die fleißigen Bienen bestäuben circa 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen laut Deutschem Imkerbund, aber auch Schwebfliegen, Käfer und spezielle Schmetterlinge leisten ihren Beitrag. Schon im Kindergarten lernen wir, dass Blumen Bienen brauchen um sich fortzupflanzen und Bienen brauchen Blumen um Nahrung zu sammeln. Doch leider ist vielen Menschen die Bedeutung der Bienen für unsere Gesellschaft nicht bewusst, wir denken nur an den Honig den wir überall beliebig einkaufen können.

Wir fragen uns, was genau die sind die Ursachen für das massenhafte Bienensterben?

  • die Varroa-Milbe: Seit Jahrzehnten kämpfen Forscher erfolglos gegen die Varroa-Milbe. Sie ist einer der Hauptgründe für den weltweit schlechten Gesundheitszustand der Honigbienen. Der Parasit nährt sich am „Fettkörper“ der Biene, das ist ein Organ vergleichbar mit der Leber. Der Fettkörper speichert die Nahrung, stärkt das Immunsystem und sorgt für die Entgiftung des Organismus.
  • Der Klimawandel: Im Winter kriechen die Bienen tief in den Bienenstock und drängen sich dicht aneinander um Wärme zu erzeugen. Sogar Außentemperaturen von minus 60 Gras Celsius können sie durch diese Methodik überleben. Doch steigt die Außentemperatur löst sich diese „Wintertraube“ der Bienen auf. Der Biologe Daniel Michelberger von der Universität Würzburg stellte fest, dass sich das Fehlen von konstant kalter Winterperioden sehr negativ auf die Bienen auswirkt. Sie bauen die Wintertraube nämlich immer wieder auf und ab, was sehr großen Stress für die Bienen bedeutet und nicht selten zum „Totenfall“ führt. Der Klimawandel verschiebt zudem die Zeiten, an denen Nahrungspflanzen der Bienen blühen. Aber auch die Zeiten, in denen die Bienen ihre Winterruhe halten verschiebt sich zunehmend. Folglich findet die Biene keine Nahrung und kann sich nicht vermehren.
  • Glyphosat und Pestizide: Beim Einsatz von Pestiziden machen die Tiere weniger Sammelflüge, verlieren die Orientierung und brauchen länger für die Rückkehr zum Bienenstock. Es genügen schon kleine Mengen an Pestiziden um sich auf das Nervensystem auszuwirken. Was besonders interessant ist, ist dass Bienen die belasteten Pflanzen nicht meiden, sondern sogar bevorzugt ansteuern – quasi eine Wirkung wie Nikotin auf den Menschen hat. Dies fanden Forschen aus Großbritannien und Irland heraus. Der Herbizidwirkstoff Glyphosat ist ebenfalls eine Gefahr für die Bienen. Wissenschaftler der Universität von Texas fanden heraus: der Stoff Glyphosat ändert die Darmflora und macht die Tiere anfälliger für Infektionen.
  • Monotone Agrarlandschaften: In unserem Landbau gibt es kaum noch Raum für wild wachsende Pflanzen. In den monotonen Agrarlandschaften ohne Kräuter, Hecken und Blühpflanzen finden die Bienen keine Nahrung. Auch durch häufiges Mähen von Wiesen fehlt ein kontinuierliches Blütenangebot für Insekten und daraus resultiert ein Mangel an Nistplätzen. Gerade im konventionellen Getreideanbau blüht überhaupt nichts.

Wir wollen von euch wissen: Was ist eure Meinung über Bienen und das Bienensterben generell? Findet ihr Bienen sind schützenswerte Wesen, die man mit Respekt behandeln sollte oder stören euch die fliegenden Summer beim Eis essen? Kommentiert gerne mal!